Die Moore in Deutschland sind vor sehr langer Zeit entstanden. Genauer gesagt: Nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Große Teile der Erde waren damals mit Eis bedeckt. Das muss ganz schön kalt gewesen sein! Als es dann aber wärmer wurde, schmolz das Eis und es regnete oft. Dadurch entstanden viele Seen, an deren Ufern sich Pflanzen ansiedelten.
Wenn diese Pflanzen starben, sanken sie auf den Grund der Seen. Dort lösten sie sich aber nicht komplett auf. So sammelten sich im Laufe der Zeit immer mehr Pflanzenreste am Grund der Seen. Nach und nach bildeten sie eine dicke Schicht, die man Torf nennt. Dadurch wurden die Seen immer flacher und wuchsen schließlich ganz zu.
Ein Moor ist ein Gebiet, in dem die Erde ständig feucht ist. Das liegt daran, dass das Wasser nicht abfließen kann. Der Boden ist wie ein nasser Schwamm, der ständig mit Wasser vollgesogen ist. Man könnte sagen, Moore sind weder festes Land noch Wasser, sondern irgendwas dazwischen. Also am besten ein Paar Gummistiefel anziehen, wenn ihr durch den Naturpark stapft!