Die Moore waren vor Jahrhunderten unfruchtbare Landschaften. Hier wuchs nichts, was Menschen essen konnten. Auch das Vieh wurde nicht satt. Um die Felder trotzdem zu bewirtschaften und nicht zu verhungern, mussten die Menschen kreativ werden. Also probierten sie vor 300 Jahren die Moorbrandkultur aus.
Dafür legten sie im nassen Moor als erstes flache Gräben an. Dadurch floss das Wasser langsam ab und die obere Schicht trocknete aus. Die trockene Oberfläche wurde anschließend in Brand gesetzt. Puh, hat das gestunken! In die heiße Torfasche, die übrig blieb, säten die Menschen Buchweizen ein. Die Asche diente quasi als Dünger.
Die Menschen konnten dadurch mehr Nahrung ernten und mussten nicht mehr so viel hungern. Durch die Brände war der Boden leider schon nach ein paar Jahren erschöpft. Er musste sich nun erst wieder 30 Jahre erholen, bevor die Menschen erneut etwas ernten konnten.