Leben der ersten Siedler

Wisst ihr eigentlich, wie die ersten Siedler im Moor gelebt haben? Eins sag‘ ich euch: Das war kein Zuckerschlecken! Aber hören wir mal, was Siedlerkind Maria von ihrem Leben damals erzählt:

„Unser Haus steht am Rand eines riesigen Moores. Wir haben es selbst aus getrocknetem Torf gebaut. Es gibt nur einen einzigen Raum, den ich mir mit meinen sieben Geschwistern, meinen Eltern und meinen Großeltern teile. Ach ja, und mit Alma, unserer Kuh. Draußen haben wir außerdem noch ein paar Schweine und Hühner.

Jeden Morgen müssen wir ganz früh aufstehen, noch bevor überhaupt die Sonne aufgegangen ist. Es gibt nämlich viel zu tun und alle müssen mit anpacken. Tiere füttern, Stall ausmisten, Mist aufs Feld bringen und natürlich Torf stechen. Das ist ganz schön anstrengend, aber ich bin gerne draußen. Im Haus brennt nämlich den ganzen Tag das Torffeuer – das qualmt und stinkt ganz schön! Aber wenigstens bleibt die Stube dann warm.

Auf dem Feuer macht meine Mama auch das Essen warm. Viel gibt es aber nicht. Meistens teilen wir uns einen kleinen Topf Butter­milch­suppe. Das ist mit der Zeit ziemlich lang­weilig, aber wenigstens knurrt dann mein Magen nicht mehr so. Zum Spielen komme ich nur selten. Manchmal schaffe ich es aber doch, mich heimlich rauszuschleichen. Dann laufe ich schnell zum Hof nebenan, wo meine Freundin wohnt. Aber psst, das bleibt unser Geheimnis.“